Эльбинг 1945

Боевые действия на территории Восточной Пруссии, рассказы, исследования, фото

Re: Эльбинг 1945

Сообщение Frey Fox » 19-11-2008 08:22:50

Нет, таких фото мне еще не попадались к сожалению, если найду, обязательно закину их в тему.
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Re: Эльбинг 1945

Сообщение Frey Fox » 21-11-2008 09:37:39

Вот еще фото Эльбинга.

Изображение
Die Poststraße Richtung Friedrich-Wilhelm-Platz, links die ehemalige Fabrik A. Neufeldt, rechts das Lyzeum.

Изображение
Eine umgeleitete Straßenbahn der Linie 1 in der Poststraße mit Blickrichtung Königsberger Straße zwischen der Kaiserin-Auguste-Viktoria-Schule

Изображение
Das ist von der Nikolaikirche und den schönen Patrizierhäusern am Elbing-Fluß übrig geblieben

Изображение
Die Brückstraße links sieht man das ausgebrannte Gasthaus [Zum Goldenen Löwen] und rechts einen Teil des zerstörten Kirchturms der Nikolaikirche
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Re: Эльбинг 1945

Сообщение logo » 21-11-2008 13:52:06

Эльбингу тоже крепко досталось.... :roll:
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Re: Эльбинг 1945

Сообщение logo » 21-11-2008 14:37:27

Фотография площади во Вроцлове (Бреслау).
Этот город до 9 мая был в осаде, немцы его не сдали.
В Калининграде восстановили кафедральный собор.
В Эльбинге есть что-то красиво восстановленное?
Может пару фото на форум? :roll:
Вложения
Вроцлов.jpg
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Re: Эльбинг 1945

Сообщение logo » 21-11-2008 21:24:33

Спасибо, Эльбинг очень красивый город... :D
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Re: Эльбинг 1945

Сообщение gsm_689 » 22-11-2008 00:02:15

Уважаемый Basenji, если Вас не затруднит воспользуйтесь пожалуйста вот этим, дабы наша очень интересная беседа проходила в более содержательном русле

http://www.softnew.ru/list.phtml?id=3924
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Re: Эльбинг 1945

Сообщение gsm_689 » 04-12-2008 20:31:14

Фоты с аукциона Эльбинга
Вложения
Orig. Foto Elbing Ostpreussen 2.WK_2.jpg
Orig. Foto Elbing Ostpreussen 2.WK_7.jpg
Orig. Foto Elbing Ostpreussen 2.WK_8.jpg
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Re: Эльбинг 1945

Сообщение gsm_689 » 04-12-2008 20:32:58

Еще
Вложения
Orig. Foto Elbing Ostpreussen 2.WK_9.jpg
Orig. Foto Elbing Ostpreussen 2.WK_10.jpg
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Re: Эльбинг 1945

Сообщение Armed » 08-12-2008 00:04:56

О фотографии, где кирха Св. Николая в Старом городе: её и несколько кварталов восстановили, что не восстановили - законсервировали. Неплохо у них получилось. Я жил в Эльблонге 5 лет, но даже представить не мог масштаб разрушений во время его штурма :shock: Спасибо за фото, очень интересно!
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Re: Эльбинг 1945

Сообщение gsm_689 » 19-02-2009 20:12:48

У меня такие соображения:

ап - артиллерийский полк
птдн - противотанковый дивизион
орр - отдельная разведрота
сапб - саперный батальон
обе - ?
атр - автотранспортная рота
мсб - мотострелковый батальон
рхз - возможно радиохимзащита
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Re: Эльбинг 1945

Сообщение kompala » 20-02-2009 13:36:20

Может не совсем по теме, ссылка на автомобилестроение в Эльбинге http://www.aefl.de/ordld/Komnick/Neu171 ... nick_2.htm, хотя может чего перевел не так..???
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Re: Эльбинг 1945

Сообщение logo » 14-03-2009 11:38:38

ссылка про бои за Эльбинг...

http://militera.lib.ru/science/boy_stre ... index.html
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Re: Эльбинг 1945

Сообщение Frey Fox » 15-03-2009 02:50:36

Немного немецкого.

Статья из газеты “Danziger Vorposten” за 15 февраля 1945 года. Военный репортер Рихард Фрик
опросил прорвавшихся из Эльбинга защитников.

...Der nun zum Abschluß gekommene Kampf um EIbing gibt ein leuchtendes Beispiel dafür, mit welcher Standhaftigkeit jede deutsche Stadt bis zum letzten Quadratkilometer verteidigt wird. Hart ostwärts dem flachen Landgebiet des Weichseldeltas vorgelagert, wurde Elbing ein entscheidender Punkt für den Aufbau der Verteidigung
Danzig-Westpreußens, als die sowjetische Offensive gegen die Grenzen dieses Reichsgaues andrängte.
Zunächst waren es vorprellende Panzerrudel, die sich hier festrannten, dann Aufklärungskräfte und Kampfgruppen
der Sowjets, denen die Stadt in den Weg gestellt war und die sich an ihr verbissen. Schließlich aber sind
mehrere bolschewistische Divisionen für einen entscheidenden Zeitraum durch die nun eingeschlossenen und
auf sich allein gestellten Kämpfer von Elbing gebunden worden. Zusammen mit der zähen Verteidigung der
Marienburg waren hier an der Nogatfront zwei Eckpfeiler vorgelagert, die für ihre Stabilisierung in den schwersten
Stunden der letzten Abwehrkampfwochen von wesentlicher Bedeutung wurden

Die schwersten Tage der Verteidigung

Schon in den nächsten Tagen stießen die Sowjets von Nordosten, Osten und Südosten gegen die Stadt vor.
Diese noch von schwächeren Aufklärungskräften geführten Angriffe wurden sämtlich noch außerhalb der Peripherie abgewiesen. Die Verteidigung Elbings war vom Standortkommandanten bereits seit langem vorbereitet.
Allerdings machten die von der gewaltigen Offensive des Feindes bestimmte Lage eine Beschränkung auf
das Gebiet unmittelbar am östlichen und südlichen Stadtrand notwendig: nur nach Westen wurde die Hauptkampflinie zur Nogat hin verlängert. Gerade gegen diesen dünn besetzten Sperriegel, der die Versorgungsstraßen Elbings schützte, setzten die Sowjets aus östlicher Richtung den ersten großen Angriff mit starken Kräften an. Der Sperriegel zwischen Elbing und der Nogat wurde durchbrochen, der Feind überschritt die Bahn- und Straßenverbindung nach Marienburg und gelangte in den Rücken der EIbinger, gleichzeitig führte er tägliche Angriffe von Südosten gegen die Stadtfront. Zunächst noch war die Verbindung mit den weiter westlich an der Nogat stehenden deutschen Kräften nicht ganz unterbrochen.
Ein von hier geführter starker Stoß einer deutschen Panzerkampfgruppe schuf wieder Luft. Aber am 30. Januar
war der Ring der bolschewistischen Kräfte um die Stadt doch endgültig geschlossen und nun begannen die
schwersten Tage ihrer Verteidiger.
Zusammengesetzt waren sie aus einer Menge einzelner Einheiten aller Waffengattungen, zum überwiegenden
Teil junge, noch nie vorher im Kampf eingesetzte Rekruten der Ersatztruppenteile des Standortes. Hinzu kamen
Männer des Volkssturmes, Hitlerjungen und Nachrichtenhelferinnen, die alle ebenso wie zahlreiche Angehörige
der Zivilbevölkerung mit letzter Hingabe im Kampf um die Stadt mithalfen. Oberst Schöpfer, der 61 jährige
Standort- und Kampfkommandant von Elbing, der nun für die Führung des Kampfes um seine Heimatstadt vom
Führer das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes erhalten hat, schildert mit Worten höchster Anerkennung diese Einsatzbereitschaft und Tapferkeit vieler einzelner von ihnen. Sie standen in ihrem Mut und in ihrer Einsatzbereitschaft den alten kampferprobten Soldaten nicht nach.

Von alles seiten griffen sie an

Von Tag zu Tag wurde der Kampf schwerer, die Übermacht und Wucht der feindlichen Angriffe erdrückender,
der Ring der Einschnürung enger. Von allen Seiten griffen die Sowjets an. Stärkstes Artilleriefeuer legten sie
auf die Stadt, rollende Bombenangriffe ihrer Flugzeuge vervollständigten die zerstörende Wirkung. Aber die
Verteidiger Elbings ließen es den bolschewistischen Gegner mit blutigen Verlusten zahlen. Immer wieder
rissen ihre Gewehre und Maschinengewehre, ihre Granatwerfer und die schließlich nur noch in direktem Schuß
wirkenden Geschütze schwere Lücken in die Reihen der angreifenden Sowjets, auch einige gepanzerte Fahrzeuge
verstärkten die eigene Kampfkraft. Zwei abgeschossene Sowjetpanzer wurden von den Elbing-Kämpfern, als die
Schichauwerkstätten noch in ihrer Hand waren, wieder instandgesetzt und zum Einsatz gebracht. Vor allem aber
wirkte sich die artilleristische Unterstützung von der Nogatfront her und das schwere Feuer der deutschen
Kriegsschiffe als Entlastung aus. Auch die Luftwaffe griff mehrere Male auf Anforderung in den Erdkampf um
Elbing ein.

31 Grad Wärme im Keller

Während die ständigen, jetzt mit starken Infanteriekräften geführten sowjetischen Angriffe von Süden bzw.
Südosten gegen die Stadt immer wieder abgewiesen wurden, vor allem von Panzergrenadieren der Ersatzbrigade
“Feldherrnhalle”, konnte der von Westen her angreifende Feind in den Stadtteil westlich des Elbingflusses eindringen. Hier tobten vom 1. bis 4.
Februar schwere Häuserkämpfe. Dann aber vermochten die Sowjets über das Eis des Flusses in das Gelände der
Schichauwerkstätten einzusickern. Das bedeutete für die Kampfbesatzung nicht weniger, als nun ihren
Verteidigungsring zu verkleinern und diese neue Hauptkampflinie im Straßenkampf verteidigen zu müssen.
Der Gefechtsstand des Kampfkommandanten wurde in den Keller des Rathauses verlegt. Am 7. Februar maß der
in deutscher Hand befindliche Kern der Stadt nurmehr eineinhalb mal eineinhalb Kilometer. Das Verpflegungsamt
war aufgegeben worden, vom Osten war der Feind ebenfalls tief in die Stadt eingedrungen. Gas Licht und Wasser gab es nicht mehr. Der größte Teil der Häuser war zertrümmert, ganze Straßenzüge brannten lichterloh.
“In unserem Keller-Gefechtsstand “,
(zwei Zeilen leider nicht mehr lesbar)
langsam, aber sicher herunterbrannte, hatten wir 31
Grad Wärme gemessen”.
Trotz allem...
Trotz allem wurde noch bis zum 9. Februar der Befehl zum Halten der Stadt ausgeführt. Dann hieß es für die
Kampfbesatzung durch den Einschließungsring durchzustoßen und sich nördlich Schichau am Ostufer des
Elbingflusses in einem Brückenkopf zu sammeln. In der Nacht sickerten die einzelnen deutschen Kampfgruppen
mitsamt den transportfähigen Verwundeten durch die von den Sowjets besetzten Stadtviertel hindurch und vereinigten sich außerhalb der Stadt am Flußufer. Hier vermochte ein zufällig daliegender Eisenkahn als Fähre zu dienen. Ein Stahlkabel der Hochspannungsleitung wurde als Fahrtrosse verwandt. Mehrere Stunden dauerte das
Uebersetzen. Hatte der Feind zunächst dieses Vorhaben nicht erkannt, so entwickelte sich gegen Morgen jenseits
des Flusses ein neuer Kampf mit den dort stehenden Bolschewisten. Sie wollten das Ausbrechen auf alle Fälle
verhindern. Es galt rasch zu handeln. Der Kampfkommandant entschloß sich, unter diesen Umständen den
neugewonnenen Brückenkopf am Ostufer endgültig aufzugeben und mit allen ihm noch zur Verfügung stehenden
Kämpfern den endgültigen Durchbruch zur eigenen Truppe unter Mitnahme der Verwundeten zu versuchen
Mit wildem Hurra stürmten die Elbingkämpfer im Angriff gegen die Sowjets und kamen schließlich durch bis zu
jenen eigenen Kräften, die zur gleichen Stunde von Westen her einen Entlastungsangriff führten.

Elbing, leuchtendes Vorbild

Dies ist der Hergang des Kampfes um Elbing, wie er in schlichter Darstellung von den Verteidigern geschildert
wird. Aber derjenige, der den Kapmf einer eingeschlossenen Stadt kennt, weiß zu beurteilen, wieviel unerbitterliche
Härte, wieviel dramatische Szenen, wieviel Opfermut und Tapferkeit zu jeder einzelnen Phase dieses
Kampfgeschehens gehören. Da sind Knaben zu nennen, die im Straßenkampf über Panzer Sieger werden - alte
Männer der Stadtbehörde, die nächtelang im Schnee und Eis zwischen den Trümmern ausharren vor dem Feind -
junge Nachrichtenhelferinnen, die an ihrem Klappenschrank Dienst machen, bis sie sich fernmündlich mit
den Worten abmelden : "Jetzt müssen wir Schluß machen, der Iwan steht unten in der Haustür. Wir türmen
über den Hof “.
Eine Bäckersfrau richtet mitten in dem Wirbel der Kämpfe ihre Backstube wieder ein und versorgt die
Kämpfer mit Brot. Andere Frauen aus der Zivilbevölkerung helfen mit bei der Bergung von Verwundeten, die
oftmals nur von Keller zu Keller getragen werden können, weil die Straßen unter schwerem Feuer liegen. In
den letzten Tagen wird buchstäblich nur noch zwischen brennenden Trümmern gekämpft, ohne Aussicht auf
einen guten Ausgang, und doch mit einer Tapferkeit und einem Fanatismus, der dem Feind keinen Fußbreit Boden
kampflos preisgibt und jede Aufforderung zur Kapitulation verbissen ablehnt.
Der Geist der Kämpfer dieser deutschen Städte im Osten, von denen Elbing nun zum leuchtenden Vorbild
geworden ist, er ist mitentscheidend für den Ausgang der größten Kraftprobe dieses Krieges, in der wir heute heute
stehen. .

Kriegsberichter Richard Frick
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Re: Эльбинг 1945

Сообщение Frey Fox » 15-03-2009 02:55:19

Довольно подробное описание боев за Эльбинг. Взгляд с немецкой стороны.


Alfred Neubert,
Hann.-Münden,
Burgstrasse 15/16.

Hann.-Münden, den 18.8.1946

B e r i c ht
über die Kämpfe um Elbing
23.Januar bis 10.Februar 1945
-----------------------------

Die Verteidigung Elbings war voraussichtlich gedacht als eine vor-
geschobene breitangelegte Sicherung der linken Flanke der Weichsellinie
mit linker Anlegung an das Frische Haff, rechts angelehnt an die Vertei-
digungswerke von Marienburg. Die Stellung Elbings im gesamten Verteidi-
gungssystem wurde als "Brückenkopf Elbing" bezeichnet. - Der um Elbing
beabsichtigte Bogen der Verteidigungslinie war weit vorgeschoben. Sollte
z.B. bei Dörbeck, Rakau und die entsprechenden Entfernungen nach rechts fort-
gesetzt führen über Grunau-Höhe, Anschluss an den Drausensee finden und
über Kerbswalde, Grunau-Niederung zum Anschluss nach Marienburg führen.
Zur Besetzung dieser Linie waren zwei Divisionen beabsichtigt, dazu die
Einheiten des Volkssturmes. Die für die Luftabwehr eingebauten Flack-
battarien sollten zum Endkampf mit einbezogen werden.
Die zur Bestzung der vorgeschobenen Stellungen gedachten Volks-
sturmeinheiten waren genauestens eingeteilt, ihre Bewaffnung war vorhan-
den. Im entscheidenden Augenblick jedoch war die Bewaffnung nicht mehr
greifbar, weil über sie anscheinend inzwischen anderweitig verfügt wor-
den war. Auch ist es zu einem geregelten Einsatz des VolksSturmes über-
haupt nicht gekommen. Das Moment der Überraschung hat viele der geplan-
ten Maßnahmen nicht zur Durchführung kommen lassen. Auch die Schansar-
beiten waren nicht restlos beendet. So sollten noch am 21.Januar Schanz-
kommandos aus der Stadt in den Raum von Grunau-Höhe gehen, jedoch fanden
sie am Orte keinerlei Arbeitsgerät und hartgefrorene Erde.Es herrscht
gerade in jenen Tagen starker Frost mit erheblichen Schneefällen. Letz-
terer steigerte sich tragischerweise gerade ab 23.Januar, so daß auf der
Elbinger-Höhe grosse Schneehöhe lag und auch die Strassen in der Niede-
rung stark behindert waren. Zum weitaus größten Nachteil für Elbing ge-
reichte die alsbaldige Unterbrechung der wichtigsten Vekehrsverbin-
dungen sowohl nach Osten, wie auch nach Westen. Abgesehen von den ohne-
hin bedrohten Chauseen nach Rr.Holland und Stuhm wurden auch die Kö-
nigsberger Chausee, Bahnverbindungen nach Königsberg und Haffküste so-
gleich am 23.Januar unterbrochen, die Chausee- und Bahnverbindung nach
Marienburg unmittelbar darauf, spätestens am 25.Januar. Kräftemässig
fehlten selbstverständlich die für eine lückenlose Besetzung der Front-
linie nötige Truppen, wozu noch kam, daß Einheiten aus Elbing - Artl.
Ers.Abt.Feldherrnhalle - noch am 23.Januar abends zu anderer Verwendung
nach Danzig abgezogen wurden. Begünstigend für den Angreifer aber war
vor allem das Chaos, das er mit dem Vorbrechen seiner Panzerspitzen
nicht nur unter der Zivilbevölkerung, sondern auch den die Hauptver-
bindungsstraßen ständig belastenden Strom des zurückflutenden Wehrmachts-
trosses hervorrief. Anstatt den Anschluss am Feinde zu behalten, suchte
alles den Anschluss an die Etappe zu gewinnen, was dazu führte, daß man-
gels Interesse die Nachrichtenübermittung über den Stand der Kampfhan-
dlung nur unklar erfolgte, die tatsächliche Stellung des Gegners nicht
zuverlässig gemeldet wurde und Ereignisse eintreten konnten, wie sie
der überraschende Durchbruch russischer Panzer auf Elbing war. Hinsicht-
lich der Bevölkerung war bei den hierfür zuständigen Stellen keinerlei
Verantwortungsgefühl für die Anordnung einer rechtzeitigen Räumung fest-
zustellen. So war die Verbreitung von Räumungsbefehlen innerhalb der
einzelnen Stadtteile uneinheitlich und erfolgte zum Teil überhaupt nicht.
Am 23.Januar gegen 17 Uhr stiessen überraschend elf russ. Panzer aus
Richtung Dambitzen-Serpiener-Weg auf die Stadt vor, durchfuhren diese
unter ständigem Schiessen Hindenburgstrasse, Mühlendamm, Alter Markt,
Ziesestrasse und richteten unter der Bevölkerung und den die Strassen
füllenden Flüchtlings- und Wehrmachtsfahrzeugen grösste Verwirrung und

erhebliche Verluste an. 7 Panzer wurden abgeschossen, 4 konnten den
Stadtausgang über Engl.Brunnen gewinnen und legten sich bei Bahnsta-
tion Gr.Röbern fest. Ein am anderen Morgen einfahrender H.U.B.-Zug wurde bereits
von dort beschossen und meldete die Lage. Gleichzeitig waren die russ-
Kräfte von Süden nach Norden weiter durch die Elbinger-Höhe vorgestossen
hatten Truns, Rahau und Dörbeck erreicht und wahrscheinlich Anschluss
an die Panzerspitze in Röbern genommen. Ebenso war die Bahn bei Gülden-
boden am gleichen Abend besetzt und abgeschnitten.
Am 24.Januar erfolgten Angriffe gegen die inzwischen aus den verfüg-
baren Kräften soweit möglich bestzten Frontabschnitten, vorerst bei
Grunau-Höhe. Aus Richtung Kerbshorst stiessen erste Kräfte über den zu-
gefrorenen Elbing bei drei Rosen über Lachenhäuser gegen das Gelände
Neustädterfeld. Damit ist bereits der Frontbogen abgezeichnet, der sich
um Elbing bildete. Von Röbern über Damerau, vor Seeteich, Grunau-Höhe
verlief die Front zum Drausensee, Grunau-Niederung nach Marienburg.
Die Linie Drausensee - Marienburg war nur dünn besetzt. An einigen Punk-
ten - Löwenslust und Fichthorst gelang dem Gegner ein rasches Vorstoßen
zur Berliner-Chausee. Am 25.1. wurden Uebersetzversuche bei Bollwerk
zur Niederung gemeldet. Angriffe erfolgten insbesondere bei Freiwalde
und vor Spittelhof. Die rückwärtige Verbindung über IV.Trift war noch
passierbar. An diesem Abend wurde die Lichtversorgung der Stadt Elbing
unterbrochen. Schäden in der Stadt waren bislang eingetreten durch
Panzerschüsse und Granatwerfer- sowie Stalinorgelbeschuss. Durch be-
nutzte Brandgranaten der letzteren wurden die ersten Grossbrände her-
vorgerufen. - Der 26.1. brachte Kämpfe an der Mudra-Kaserne sowie bei
Kerbswalde an Drausensee. Die Quertrift glaubte man durch eine 14cm-
Battr. in Fichtenhorst, die ursprünglich vor der Sicherungslinie Drausen-
see/Grunau wirken sollte, ausgeichend gedeckt.Jedoch ging Fichthorst
überraschend schnell verloren, so auch die Batterie mit noch 600 Schuss.
Durch Vorstoß entlang der Quertrift kam der Gegner am 26. zur IV.Trift
und konnte damit die letzte Zufuhrstrasse für Elbing abschneiden. Die
Brücke in Einlage mit Seitendeckung links und rechts entlang der Nogat
wurde durch ein von Elbing aus entsandtes Sicherungskommando rechtzei-
tig gesichert.
Der 27.1. brachte einen Panzervorstoß KönigsbergerStrasse bis zur Ka-
serne, Pulvergrund, Aeuss. Mühlendamm. Ein Shermann-Panzer wurde am Pul-
vergrundweg abgeschossen, der Rest zurückgedrängt. Infantriekämpfe bei
Damerau - Hommelbrücke und Bieland. Abends wurde von der Paulus-Schule
aus die Mudra-Kaserne zurückgewonnen. Im Ziese-Park und Engl.Brunnen
blieben noch einige russ. Panzer und beunruhigten die Gegend. Am glei-
chen Tage Kämpfe vor Dambitzen sowie an der Auto-Bahn und Eisenbahn-
brücke. Gegenüber anfänglichen Beschuss leichter Artillerie liegen
Nachrichten über Heranziehen schwerer mot.Artl. bei Streckfuss vor.
Nach dem Abschneiden der rückwärtigen Verbindung nach Einlage hielt sich
die Westfront.von Eisenbahnbrücke über Schillingsbrücke Grubenhagen.
Ueber das Eis des Elbings gelang den Russen bei gleichzeitigen Angriffen
an der Auto-Bahn Neustädterfeld zunächst eine zeitweilige Inbesitznahme
der Eisenbahnbrücke und Einsickern in das Gelände des Verpflegungsamtes.
Dabei ging leider eine leichte Flackbatterie - 2cm - an der Autobahn-
brücke verlustig. Ein Gegenstoß brachte nur vorübergehend wieder den
Besitz der Eisenbahnbrücke und Halten der vorgenannten Linie. Die Ent-
nahme von Vorräten aus dem Verpflegungsamt konnte jetzt nur noch bei
Dunkelheit erfolgen - teilweise bemächtigten sich bereits die Russen
der Vorräte. Unter Ausnutzung des zugefrorenen Flusses setzte der Russe
auch in das Fabrikgelände Schichau - Stadtwerk - über und konnte sich
hier mit leichten Kräften festsetzten.
Die 7.P.D. war von aussen zur Entlastung auf Elbing angesetzt und
zwar aus Richtung Einlage und Jungfer. Unter Einsatz einer Anzahl ge-
panzerter Fahrzeuge gelang ein Durchbruch zur Stadt - am 28.1. - hier
konnte den Fahrzeugen, die unter Betriebsstoffmangel litten, aus einem
angeschossenen Brennstoffzug auf dem Rosswiesenbahnhof genügend Betriebs-
stoff gegeben werden - unter ständiger Feindeinwirkung - wodurch sie in
die Lage kamen, überhaupt noch weiter zu operieren. Sie stiessen über
Tannenbergallee vor, und erreichten etwa die Linie Neuendorf-Höhe. Ob

Ob der Vorstoß weiter Boden gewann, ist nicht verbürgt. Tatsache ist,
daß durch diesen Durchbruch auf Elbing die Tiegenhöfer-Chaussee min-
destens für einen Tag wieder passierbar wurde. Es wurden vor allem die
Verwundeten aus den Lazaretten herausgebracht, vor allem aus der Hein-
rich von Plauen-Schule/Kriegslazarett. - Das Hauptlazarett sowie das
Städt.Krankenhaus waren bereits am 23.-teilweise am 24.1. geräumt. Die
7.P.D. konnte die Schleuse über Tiegenhöfer-Chaussee nicht länger offen-
halten, sondern nur noch einen Keil auf Elbing zu aus der Niederung -
Zeyersvorderkampen - Nordteil Kraffohlsdorf behaupten. Zeyer hatte der
Russe besetzt. Mit diesem Kampfabschnitt war die Verbindung entgültig ab-
gerissen.
Aus dem Kampfraum Frauenburg sickerten durch die Linie des Gegners
nur vereinzelne Gruppen hindurch, so z.B. A.L.A. beritten mit einem Rest
von 100Mann, die wirklich noch Kampfkraft hatten, sonst kamen von dort
nur total Erschöpfte, Kampfunfähige und waffenlose Männer durch.
Es häuften sich die Fälle, dass der Russe unsere Gefangenen als Par-
lamentäre zu den einzelnen Einheiten zurücksandten mit der Aufforderung
zur Uebergabe, wobei auffällig war, dass der Russe über unsere Stellung
und sogar die Namen der Abschnittsführer gut unterrichtet war, was den
Schluss zulässt, dass unsere Leute bei der Gefangennahme entsprechend
ausgesagt haben.
Bereits vor der Einschliessung Elbings hatte die Stadt unter Be-
schuss stark zu leiden. Die ersten Flächenbrände versuchte die Feuer-
wehr zu bekämpfen. Die Ungunst des starken Frostes beeinträchtigte je-
de Spritzenarbeit, so daß - da auch bei der Vielzahl der Brände -
nichts mehr zu retten war, und zudem das wasser ausblieb, noch vor
der Eischliessung die Evakuierung der Löschzüge nach Danzig erfolgte.
Während der Gegner vorerst Panzerspitzen mit Einsatz von Granat-
werfern, Pak und Stalinorgeln mit geringeren Inf.Verbänden angesetzt
hatte, machte es sich allmählich bemerkbar, dass die Masse der russ.
Truppe nachgezogen wurde. Es beherrschten fortgesetzte Inf.Angriffe die
Front. Dazu kam laufend Art.zum Einsatz gegen die Stadt. Etwa ab 3. bis
4.2. begann die Einwirkung schwerer Artl., die sich als die Besatzung
sich auf den Stadtkern zurückziehen mußte - 6.2. - zu einem systema-
tischen Zerstörungsfeuer steigerte.
[Anlage I]:
Das Festsetzen der Russen in einzelnen Stadtzugängen: Grubenhagen,
Schichau-Gelände Engl.Brunnen, Pangritz-Kolonie, Siedlung Nesseln und
Vogelsang sowie Tannenberallee, Spittelhof, also das Eindringen in be-
baute Stadtteile wirkte sich sogleich nachteilig aus, als es ihnen in
der ihnen besondes liegenden Kampfesweise gelang, unter Ausnutzung der
Nacht, über Hinterhöfe durchzusickern und unerwartet Strassenkreuzungen
unter Beschuss zu nehmen. Dieses brachte stets eine gewisse Unruhe
in die eigene Truppe. In den Linien, die freie Flächen hatten, Linie
Thumberg - Höhen vor Dambitzen, Grunau-Abbau bis Spittelhof sowie Flug-
platz, Autobahn war die Verteidigung günstiger. Auf diesen vorgenannten
Linien hielt sich die Front bis etwa 1.2. Die Artl. hatte bis zu diesem
Zeitpunkt noch genügend Geschütze und Munition, um wirkungsvoll und teil-
weise sogar entscheidend die Angriffe abzustoppen. Es war anfänglich
auch noch möglich, auf die in Seeteich gelagerten Munitionsbestände zu-
rückzugreifen, dann fiel auch dieses fort, zumal auch die Transport-
mittel wegen Ausfall der Fahrzeuge und Brennstoffmangel beschrängt waren
und ein bespannter Transport unendlich mühsam war und wenig schaffte.
Die anfangs unter Bedeckung bis Seeteich geleiteten Kolonnen mußten
als die Front auf die Höhen vor Dambitzen zurückgenommen wurden, ein-
gestellt werden. Unendliche Schwierigkeiten machte der Stellungswechsel
der Geschütze. Die feststationierten Flackgeschütze gingen mangels
überhaupt vorgesehenen Stellungwechsels jeweils bei Verlust der Stel-
lung verloren, so daß die Flak den wichtigen Anteil am Erdkampf, den
man ihr zugedacht hatte, nicht genügend ausfüllen konnte. Anderseits
wurde versucht, aus den vorgefundenen Beständen bei Schichau-Trettinken-
hof und anderwärts brauchbare Geschütze und Fahrzeuge herauszusuchen.
[Ende Anlage I]
Ausgehend von der Frontlinie etwa des 1.2. soll nun die allmähliche
Abbröckelung der Verteidigungsfront dargelegt werden:
Zunächst hatte sich der Gegner in Grubenhagen weiter gegen die Speicher-
insel vorgeschoben, unsere Stellung bei Schillingsbrücke mußte aufgege-
ben werden und im Raum der Eisenbahnbrücke blieb nach Eindringen des
Russen in das Verpfl.Mgz. eine dauerhafte Beunruhigung. Im Raum Flugplatz
Tannenbergalleefortgesetzte Angriffe aus Gunau-Höhe, Spittelhof. Hier
ging die Linie an der Autobahn verloren. Es mußten die ersten Wohnhaus-
blocks Tannenbergallee als neue Linie bezogen werden, ebenso der Ost-
rand der Eisenbahnsiedlung. Für den Frontabschnitt Dambitzen war die
Rücknahme der Sicherung auf den Thumberg entscheidend, beinahe gleich-
zeitig mußte der Abschnitt von den Höhen vor Dambitzen unter fortge-
setztem Kampf über Dambitzen hinaus zurückgenommen werden, so dass all-
mählich auch hier die Höhe zur Eisenbahnsiedlung - Gallwitz-Kaserne-
Weingarten-Gänseberg zum Kampfgebiet wurde. Dabei war der Verlust der
vor Dambitzen eingebaut gewesenen Flak-Battr., die als eine der we-
nigen letzten Flak-Battr. mit gutem Erfolg im Erdkampf gewirkt hatten,
besondes empfindlich. der 3.u.4.Februar brachten schwere Kämpfe im Be-
reich Engl.Brunnen -Schmidtsches Gelände-Leichnamstr. und Schlieffenallee
Ungerkaserne. Auch hier ging allmälich ein Straßenzug nach dem anderen
verloren. Es machte sich bereits der Mun.Mangel der Artl. sowie der Aus-
fall verschiedener Battr. bemerkbar, ebenso der erhöhte Feindbeschuß auf
immer enger werdendem Raume. Der zweimalige Versuch von Mun.Abwurf aus
Flugzeugen brachte kaum einen Erfolg, teilweise wurden die Behälter nicht
gefunden oder auf die Feindseite abgetrieben, zum Teil war Munition ent-
halten, die wir nicht gebrauchen konnten. Die Markierung der Abwurfplätze
-Gelände Sonnenstr.-Neue Gutstr.-Grünstr, später Friedrich Wilhelmplatz
konnte wegen der umliegenden Brände kaum erfolgen.
Während am 5.2. die Front an der Hindenburgstr.noch auf den Höhen
der Friedhöfe

der Friedhöfe bis Gänseberg verlief, dringt der Gegner zunächst entlang
der Strasse bis Weingarten vor. Entscheidend war aber ein Unternehmen
des Russen gegen die Jugendherberge für diesen Abschnitt. Der Gegner
konnte sich bei Dunkelheit hier überraschend festsetzen und war trotz
eigenem Art.Beschuß und Gegenstoß nicht aus den Beton-Luftschutzbunkern
zu werfen. Von dieser Höhe beherrschte er am anderen Morgen die ganze
Umgegend-einschl.Inf.Kaserne-. Die führte zum Verlust der Kaserne und
langsamer Stellungsrücknahme entlang der Hindenburgstrasse bis Hommel-
brücke. Der Gegner drängte auch nach an der Bergstrasse und Blumenstr.
sowie zu Annenkirche, wurde aber auf der Linie Aeuss.Mühlendamm aufge-
halten. Fast gleichzeitig mußten wir in der Tannenbergallee bis zum
Holländer-Tor weichen. Von Rosswiesen her war der Gegner auf Getreide-
markt, Bauerei Preuss, Komnickstr. vorgedrungen. An der Elbing-Front
war die ganze Speicherinsel verlorengegangen, bis auf Brückenköpfe an
beiden Brücken. Die Leege-Brücke war durch Artl.Beschuß vernichtet, die
Höhe-Brücke wurde gesprengt. Vom Holl.Tor entlang der Hommel, Annenplatz,
Friedhöfe verlief die front vom 7. bis 8.2. über Grünstr. Königsbergerstr.
Wunderberg. Im direkten Schuß schoß der Russe jetzt wahrscheinlich von
den Höhen Gänseberg auf alle noch stehenden größeren Häuserblocks. Der
Turm der Drei Königen-Kirche wurde völlig zum Einsturz gebracht. Mit
schwerer Artl.schoß der Gegner ohne Unterbrechung in die Stadttrümmer.
Zur gleichen Zeit haben einige Schiffsgeschütze, vorder Nehrung ste-
hend, Ziele beschossen bei Schillingsbrücken, Dambitzen und Damerau.
Auch erst- und letztmalig erfolgte zu dieser Zeit ein grösserer Einsatz
deutscher Stukas. Der Kampf hatte seinen tragischen Höhepunkt erreicht.
Mit der Rücknahme der Frontabschnitte waren auch die eigenen schweren
Waffen bis auf einzelne verloren gegangen und diese ohne Munitionsver-
sorgung und Personalergänzug. Fahrzeuge und Gespanne für Stellungs-
wechsel und Munitionstransport waren zerschossen oder verbrannt, die
Strassen teilweise nicht mehr zu befahren. Aber es war dieses auch der
Zeitpunkt, in dem man an die Besetzung neuer Stellungen nicht mehr denken
konnte; denn es ging nunmehr um den Stadtkern, und um die Frage, wie
lange es bis zum völligen Ende noch dauern würde. Ein Einsatz war nicht
mehr zu erwarten. Die 7.P.D. war nochmals bis zum Barackenlager Schichau
in Kraffohlsdorf vorgestoßen, hatte sich aber wieder zurückziehen müs-
en. Man hatte auch nicht den Eindruck, daß ein Ausbruch geplant und
überhaupt noch möglich war. In der Nacht zum 9.2. war der schwere Be-
schuss am stärksten. Strassen, die am Vortage noch annährend erhalten
waren, waren morgens nicht wieder zu erkennen. Im Laufe des 9.2. wurde
die Lage an den einzelnen Straßenabriegelungen unhaltbar. Die eigenen
Verluste und Munitionsmangel waren nicht mehr aufzuholen. Einige schwe-
re wirkten nur noch vereinzelt. Der Truppe waren bis auf wenige Maschi-
nenwaffen nur noch die Handfeuerwaffen und Panzerfäuste verblieben. Am
Abend des 9.2. hatte der Gegner unter Ausnutzung der Dunkelheit überall
weiter Raum gewonnen. Am Arbeitsamt und Königsbergstrasse oberhalb
des Gymnasiums konnte ein Eindringen in das Stadtinnere noch verhindert
werden. Aus Richtung Getreidemarkt, Holl.Tor und Mühlendamm wurden die
Verteidiger weiter zurückgedrängt. Der Kommandant, der zuletzt im Poli-
zeipräsidium war, in das Gymnasium, doch auch hier drangen die Russen
von den Hinterhöfen, Grünstr.Sonnenstr., vor.
Da kam der Befehl zur Zusammenziehung der restlichen Kräfte im Raum
Löser & Wolf - Löserstr.-. Von hier aus sollte ein Ausbruch versucht
werden. Der Gegner hatte diese Absicht nicht erkannt und auch nicht die
in der Löserstr. vonstatten gehende Ansammlung der restlichen Besatzung
beobachtet. Es erfolgte jedenfalls hier kein nennenswerter Beschuss.
Der Gefechtslärm in der Stadt ließ allmählich mit zunehmenden Sammeln
der eigenen Truppe zum Aufbruch nach. Ecke Löserstrasse Leichnamstrasse
standen zur Verfügung ein erbeuteter T34, sowie ein deutscher Panzer und
einige gepanzerte Transportwagen. Der Gegner hatte in der Leichnamkirche
-Schichau-Schule - eine Stellung mit Pak und Mg ausgebaut und sperrte
das Stadtinnere ab. Unter Feuerunterstützung der vorfahrenden Panzer,
dessen Wert mehr moralischer als taktischer Art war, wurde von der Be-
satzung nun der Durchbruch durch die russ.Linie erzwungen in Richtung

Ziesestrasse. In der III. Niederstrasse wurde in dem Raum um Wittkowski
erneut gesammelt und eine Abriegelung gebildet, um das Uebersetzen über
den Elbingfluß zu sichern. Jetzt war der Fluß aufgetaut, während er z.Z.
der Angriffe des Gegners noch zugefroren war. Bereits in der Nacht wur-
den zunächst die Verwundeten übergesetzt, die, sowit sie gehend oder
mit Unterstützung sich bewegen konnten, mitgeführt wurden. Die Belegung
der Heinrich von Plauen-Schule war bereits den Gegnern in die Hände ge-
fallen. Pioniergerät zum Uebersetzten war nicht verfügbar. Es wurde ein
Prahm mit Seilzug verwendet, der etwa 100 Mann fasste. In den Morgen-
stunden des 10.2., als die Nebel sich verzogen, wurde das Uebersetzten
schwieriger, da nun der laufende Beschuss wieder begann, nachdem der
Gegner das Unternehmen bemerkt hatte. Auf der anderen Seite des Flus-
ses hatte der Gegner am Kraffohlsdorferweg die einzelnen Gehöfte be-
setzt, bildete somit hier eine neue Abriegelung. Diese mußte erneut
durchstoßen werden. Das geschah an der Abzweigung der V.Trift, durch das
Barackenlager Schichau hindurch. Der Gegner beschoss schwerstens so-
wohl von der Höhe der Mudra-Kaserne, als auch vom Silo und Ostpr.Werk
das flache Wiesengelände von Kraffohlsdorf. Leuchtsignale gaben unserer
Truppe Kenntnis von der Spitze des deutschen Keiles in der Niederung.
Im nördlichen Teil von Kraffohlsdorf - etwa beim Gehöft des Obsthän-
dlers Löpp - trafen wir auf die deutsche Truppe. Damit war der Anschluss
an die deutsche Front gewonnen, die Kämpfe in Elbing abgeschlossen,
gleichzeitig aber auch die alte Heimatstadt aufgegeben, wobei in ihren
Trümmern tausende von Einwohnern ihrem bitteren Schicksal entgegen
sahen.
Gegen 1.500 Mann der Elbinger Kampfgruppe erreichten auf diese Wei-
se den Anschluß zur Danziger Truppe über Zeyerniederkampen, Jungfer
und Tiegenhof. Am nächsten Tage soll noch ein kleiner Rest aus Elbing her-
ausgekommen sein, ob dieses zutrifft und wo sie durchbrachen ist nicht
zuverlässig bekannt.

Alfred Neubert




Недавно снес систему себе, поэтому переводчика пока нет. Немного позже попробую перевести все это.
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Re: Эльбинг 1945

Сообщение Андрей » 14-05-2009 08:03:27

Фотографии из альбома немецкого радиста (взяты на http://81.191.136.233/bilder/album1/):

Отдых, Эльбинг, май 1941 г.

Изображение

Изображение

Оркестр развлекает раненых в госпитале. Эльбинг, октябрь 1941 г.

Изображение
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Re: Эльбинг 1945

Сообщение panart » 14-05-2009 10:29:37

Хорошие фотки.
А на первой солдат слева сидит на велодинамомашине, что ли?
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Re: Эльбинг 1945

Сообщение Андрей » 14-05-2009 11:05:54

Ага. Вот рисунок в тему из того же альбома:

Изображение
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Re: Эльбинг 1945

Сообщение panart » 14-05-2009 14:35:17

Да, теперь наглядно, спасибо.
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Re: Эльбинг 1945

Сообщение Андрей » 14-05-2009 14:35:50

Ссылка на весь альбом дана перед первыми тремя фотографиями. Но остальные фотографии сделаны не в Эльбинге, а в других местах.
Можно просветить незнающего, но не стоит тратить время на переубеждение верующего.
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Re: Эльбинг 1945

Сообщение Андрей » 18-05-2009 11:11:32

Перечень частей, освобождавших города Польши, воинские звания, фамилии, имена и отчества командиров приведены по этой ссылке:
http://www.soldat.ru/spravka/freedom/all.html.

Командующий 2-й ударной армией – генерал-полковник (в то время) Федюнинский Иван Иванович. Его биография и послевоенная фотография есть в Википедии по ссылке:
http://ru.wikipedia.org/wiki/%D0%A4%D0%B5%D0%B4%D1%8E%D0%BD%D0%B8%D0%BD%D1%81%D0%BA%D0%B8%D0%B9,_%D0%98%D0%B2%D0%B0%D0%BD_%D0%98%D0%B2%D0%B0%D0%BD%D0%BE%D0%B2%D0%B8%D1%87.
В 1964 году И.И. Федюнинский издал свои воспоминания "Поднятые по тревоге". Взятие Эльбинга он описывает в Главе 10. Книга есть в Интернете, Глава 10 находится по ссылке:
http://blokada.otrok.ru/library/fedunin/10.htm.

Командующий 98 корпусом – генерал-лейтенант Анисимов Георгий Иванович
Вот его послужной список в годы войны:
с 16.07.1942 по 08.12.1942: полковник, командир 212 стрелковой дивизии;
с 05.12.1942 по 19.09.1943: полковник, с 27.01.43 генерал-майор, командир 252 стрелковой дивизии;
с 07.01.1944 по 15.04.1944: генерал-майор, с 22.02.44 генерал-лейтенант, командир 123 стрелкового корпуса;
с 16.04.1944 по 22.04.1944: генерал-майор, командир 6 стрелкового корпуса;
с 19.09.1943 по 24.12.1943: генерал-майор, командир 75 стрелкового корпуса;
с 11.05.1944 по 09.05.1945: генерал-лейтенант, командир 98 стрелкового корпуса.

Командующий 116 корпусом – генерал-майор Фетисов Федор Кузьмич
Вот его послужной список в годы войны:
с 30.10.1941 по 16.02.1942: полковник, командир 996 стрелкового полка 286 стрелковой дивизии;
с 26.03.1942 по 23.06.1942: полковник, командир 286 стрелковой дивизии;
с 20.12.1942 по 18.12.1943: полковник, с 26.03.43 генерал-майор, командир 256 стрелковой дивизии;
с 18.12.1943 по 19.05.1944: генерал-майор, командир 119 стрелкового корпуса;
с 03.06.1944 по 01.06.1945: генерал-майор, командир 116 стрелкового корпуса.

Послужные списки взяты с сайта Солдат.ru, раздел "Командный состав РККА и РКВМФ в 1941-1945 годах" (http://www.soldat.ru/kom.html).
Можно просветить незнающего, но не стоит тратить время на переубеждение верующего.
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